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Gesundheit Magen

Magen

Kaffee wird häufig mit Magen- und Verdauungsproblemen in Verbindung gebracht. Als erwiesen gilt aber, dass Kaffee die Beweglichkeit (Peristaltik) des Magens und Darms durch die Stimulation der Produktion von Salzsäure im Magen und die Erhöhung des Gallenflusses anregt.

Vor allem den im Kaffee enthaltenen Säuren, Gerb- und Bitterstoffen kann diese verdauungsfördernde Wirkung zugeschrieben werden.

Frage 1: Nach dem Kaffeetrinken leide ich häufig unter Magenproblemen, bis hin zu leichter Übelkeit, woran liegt das?
Frage 2: Kann es sein, dass man durch Kaffee Sodbrennen bekommt?
Frage 3: Fördert Kaffee die Entstehung von Magengeschwüren?
Frage 4: Ist es gesünder, Kaffee nicht auf nüchternen Magen zu trinken?
Frage 5: Stimmt es, dass es verträglicher ist, Kaffee mit Milch zu trinken?
Frage 6: Ich bin STOMA-Träger. Kann ich weiterhin Kaffee trinken oder beeinträchtigt Kaffee meine Darmflora zu sehr?


Antwort zu Frage Nr. 1:
Nach dem Kaffeetrinken leide ich häufig unter Magenproblemen, bis hin zu leichter Übelkeit, woran liegt das?

Sie gehören vermutlich zu der Gruppe von Menschen, die auf einige Säuren im Kaffee empfindlich reagieren. Auch kann die verstärkte Kontraktion von Magen und Gallenblase bei empfindlichen Menschen als unangenehm empfunden werden.

Schonkaffees enthalten durch die verwendeten Sorten und spezielle Aufbereitung weniger dieser Säuren und Reizstoffe und werden daher meist besser vertragen. Auch die in Espresso verwendeten Kaffeesorten enthalten natürlicher Weise weniger Säuren, zudem macht das besondere Röstverfahren Espresso milder und daher für einige Menschen bekömmlicher.

Antwort zu Frage Nr. 2:
Kann es sein, dass man durch Kaffee Sodbrennen bekommt?

Als Sodbrennen bezeichnet man einen Rückfluß von Säure in die Speiseröhre, nach dem Verzehr von Speisen und Getränken.

Sodbrennen kann durch viele Faktoren, wie zum Beispiel Streß und fetthaltige oder scharfe Speisen ausgelöst werden. Tritt dieser Zustand häufig oder dauerhaft auf, spricht man von gastrooesophagialem Reflux.

Beide Körperreaktionen wurden zahlreich wissenschaftlich untersucht, die Ergebnisse sind allerdings nicht eindeutig. Die meisten Untersuchungen kamen zu dem Ergebnis, dass Kaffee nicht der Auslöser für Sodbrennen oder gastrooesophagialem Reflux ist. Weder Säuregehalt noch Stärke des genossenen Kaffees hatten einen Einfluß auf den Säurerückfluß. Bei einigen Studien, gab es allerdings doch einen Zusammenhang zwischen Kaffeegenuß und Säurerückfluß. Reflux-Patienten reagieren allgemein empfindlich auf viele Lebensmittel, zum Beispiel auch auf Orangensaft oder Tomatensaft, es handelt sich also nicht um eine kaffeespezifische Reaktion. Bei Verwendung von entkoffeiniertem Kaffee fällt die Reaktion häufig schwächer aus.

Betrachtet man die Gesamtheit der wissenschaftlichen Studien, scheinen die Effekte, die Kaffee auf den Säurerückfluß haben, sehr gering zu sein.

Antwort zu Frage Nr. 3:
Fördert Kaffee die Entstehung von Magengeschwüren?

Aktuelle Studien aus Dänemark und den USA zeigten keinerlei Zusammenhang zwischen Kaffeekonsum und der Entstehung von Magengeschwüren. Vielmehr weiß man heute, dass Nikotin und die Infektion mit Helicobacter Pylori Bakterien das Risiko für Magenschleimhautentzündung und Magengeschwüre vergrößern.

Antwort zu Frage Nr. 4:
Ist es gesünder, Kaffee nicht auf nüchternen Magen zu trinken?

Menschen mit empfindlichem Magen reagieren in der Tat manchmal mit Magenschmerzen, wenn sie Kaffee auf nüchternen Magen trinken. Dieses wird vermutlich durch die durch den Kaffee stärkere Kontraktion des Magens ausgelöst.

Sollte dieser Effekt auftreten, ist es natürlich sinnvoll, Kaffee nur nach einer Mahlzeit zu genießen. Es gibt jedoch keinen wissenschaftlichen Hinweis darauf, dass es tatsächlich gesünder ist, Kaffee nicht auf leeren Magen zu trinken.

Antwort zu Frage Nr. 5:
Stimmt es, dass es verträglicher ist, Kaffee mit Milch zu trinken?

Ja, das stimmt. Milch oder Kaffeesahne machen Kaffee bekömmlicher.

Kaffee ist säurehaltig Die Milch wirkt ähnlich wie ein Puffer, so dass sie die Säure abmildern und dadurch verträglicher machen kann. Durch das Fett aus der Milch, wir das Koffein langsamer resorbiert (aufgenommen), was den Kaffee ebenfalls verträglicher macht und seine Wirkung abschwächt, aber dafür länger anhalten lässt.

Teilweise entrahmte oder fettarme Milch überdeckt das Aroma des Kaffee nicht so sehr wie fette Vollmilch oder Kondensmilch.

Antwort zu Frage Nr. 6:
Ich bin STOMA-Träger. Kann ich weiterhin Kaffee trinken oder beeinträchtigt Kaffee meine Darmflora zu sehr?

Nein, es gibt keinen medizinischen Grund, auf Kaffee zu verzichten, wenn Sie ihn gut vertragen. Es ist nicht bekannt, dass Kaffee eine Nachteilige Wirkung auf die Darmflora hat.

Im Gegenteil die im Kaffee enthaltenen Säuren, Gerb- und Bitterstoffe regen die Beweglichkeit (Peristaltik) von Magen und Darm an. Außerdem stimulieren sie die Produktion von Magen- und Gallensäften und wirken durch diese Faktoren sogar Verdauungsfördernd.


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