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Schwangerschaft
Viele werdende Eltern fragen sich, ob Kaffee einen schädigenden Einfluß auf das ungeborene Kind haben könnte. In der Tat kann das Koffein, ebenso wie Alkohol, die Plazenta-Schranke ungehindert passieren. Da beim Embryo wie auch beim Säugling die Leber noch nicht voll entwickelt ist, benötigt der Körper zum Abbau des Koffeins deutlich mehr Zeit als bei erwachsenen Menschen.
Insofern sind Unsicherheiten der Eltern berechtigt. Bisher war die Aussage von der EU-Kommission für Nahrungsmittel, dass Schwangere eine Höchstmenge von Koffein bis zu 300 mg pro Tag unbedenklich konsumieren können. Das entspricht ungefähr zwei bis drei Tassen täglich.
Zwei Studien aus 2008 im Bereich Fehlgeburtsrisiko kamen zu unterschiedlichen Ergebnissen. Demnach wurde bei einer Studie ein erhöhtes Risiko für einen ungewollten Schwangerschaftsabbruch bei einer Überschreitung von 200 mg Koffein pro Tag beobachtet. Die zweite Studie konnte aber keinen solchen Zusammenhang feststellen.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt: „Es gibt Hinweise, dass beim Konsum hoher Dosen an Koffein während der Schwangerschaft schädliche Wirkungen auftreten können. Gleichzeitig zeigen Ergebnisse wissenschaftlicher Studien, dass von moderatem Kaffeekonsum (unter 300 mg Koffein/Tag bzw. unter 5 bis 6 mg Koffein/kg Körpergewicht bzw. drei Tassen Kaffee) während der Schwangerschaft keine negativen Wirkungen zu erwarten sind“. Bei einem höheren Kaffeekonsum wird werdenden Müttern entkoffeinierter Kaffee empfohlen.
Frage 1: Hat Kaffeekonsum einen Einfluß auf die Muttermilch bei stillenden Frauen?
Frage 2: Kann Kaffee die Fruchtbarkeit bei Frauen oder Männern verringern?
Frage 3: Kann es durch Kaffeekonsum während der Schwangerschaft zu Missbildung bei dem Kind kommen?
Antwort zu Frage Nr. 1: Hat Kaffeekonsum einen Einfluß auf die Muttermilch bei stillenden Frauen?
In der Muttermilch lassen sich Inhaltsstoffe aus dem Kaffee nachweisen, sie kommen jedoch nur in Spuren vor. Obwohl also ein gestillter Säugling mit der Muttermilch winzige Mengen an Koffein aufnimmt, ist bei ein bis zwei Tassen Kaffee täglich, im Stoffwechsel des Kindes davon so gut wie nichts nachweisbar.
Antwort zu Frage Nr. 2: Kann Kaffee die Fruchtbarkeit bei Frauen oder Männern verringern? Nein, in den meisten wissenschaftlichen Studien konnte kein Zusammenhang zwischen dem Kaffeekonsum und der Fruchtbarkeit von Frauen und Männern festgestellt werden. Eine herabgesetzte Fruchtbarkeit wird vermutlich stärker durch viele andere Lebensgewohnheiten, wie zum Beispiel Stress, Nikotin- und Alkoholkonsum beeinflußt. Im Gegenteil, es hatte bei einigen Studien den Anschein, dass die Beweglichkeit der Spermien durch das Koffein sogar erhöht und die Fruchtbarkeit des Mannes damit sogar verbessert wurde.
Antwort zu Frage Nr. 3: Kann es durch Kaffeekonsum während der Schwangerschaft zu Missbildung bei dem Kind kommen? Nein. Mehrere Studien aus Europa und den USA konnten keinen Zusammenhang zwischen dem Kaffeekonsum während der Schwangerschaft und der Entwicklung von Missbildungen beim Kind feststellen.
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