Seite drucken
Gesundheit Parkinson

Parkinson

Die Parkinsonkrankheit ist eine der bekanntesten Nervenkrankheiten weltweit. Ungefähr vier Millionen Menschen sind davon betroffen, wobei die Krankheit vor allem bei Menschen über 50 Jahren auftritt. Das Risiko zu erkranken steigt mit zunehmenden Alter stark an.

Parkinson entsteht, wenn die Gehirnzellen, welche den Nervenbotenstoff Dopamin produzieren, absterben und dieser Stoff nicht oder nicht mehr ausreichend zur Verfügung steht. Durch diesen Mangel an Dopamin können Nerveninformationen an die Muskeln nicht mehr kontrolliert werden, Muskelzittern, Steifheit und Gleichgewichtsstörungen sind die Folge.

Der Effekt von Koffein auf die Entstehung von Parkinson wurde schon seit langem untersucht. Schon die ersten Studien (um 1968) ließen erkennen, dass Kaffee hier offensichtlich einen positiven Effekt hat. auch neuere Studien bestätigen diese Erkenntnis. So zeigten die männlichen, kaffeetrinkenden Teilnehmer einer groß angelegten Studie ein fünffach geringeres Risiko an Parkinson zu erkranken, als die "Nicht-Kaffeetrinker". Bei Frauen war das Ergebnis nicht ganz so eindeutig, ein erhöhtes Rsiko war jedoch ebenfalls nicht erkennbar. Die Auswertung und Zusammenfassung mehrerer Studien kam zu dem Ergebnis, dass das Risiko zu erkranken bei Kaffeetrinkern um durchschnittlich dreißig Prozent niedriger lag.

Ähnlich sieht es bei der Alzheimer-Krankheit aus. Aufgrund der demographiscen Entwicklung insbesondere in den Industriestaaten steigt die Zahl von Alzheimer-Patienten immer rasanter an. In den letzten Jahren wuchs daher das Interesse, Möglichkeiten zu finden, wie man der Alzheimer-Demenz vorbeugen könnte. In diesem Zusammenhang untersuchte man auch den Einfluss von Kaffee beziehungsweise Koffein. Mehrere Studien kamen so zu dem Ergebnis, dass es offensichtlich einen schützenden Effekt durch Kaffeekonsum auf das Alzheimer-Risiko gibt.

Frage 1: Wie kommt es, dass Kaffee vor Parkinson schützt?
Frage 2: Ist es egal, welchen Kaffee ich trinke, um einen Schutz vor Parkinson zu bekommen?
Frage 3: Ich habe gehört, dass Kaffee auch vor Alzheimer schützt. Stimmt das?
Frage 4: Ist der schützende Effekt bei Männern und Frauen gleich hoch?
Frage 5: Wieviel Kaffee sollte ich trinken, um einen schützenden Effekt zu haben?


Antwort zu Frage Nr. 1:
Wie kommt es, dass Kaffee vor Parkinson schützt?

Noch ist nicht eindeutig erwiesen worauf dieser schützende Effekt zurückzuführen ist.

Es scheint jedoch, dass Koffein die sogenannten Adenosin-Rezeptoren im Gehirn blockiert. Diese Rezeptoren wirken als Gegenspieler der Dopamin produzierenden Zellen. Diese Gegenspieler werden damit außer Kraft gesetzt, die Dopamin produzierenden Zellen können nicht oder nur weniger stark geschädigt werden.

Antwort zu Frage Nr. 2:
Ist es egal, welchen Kaffee ich trinke, um einen Schutz vor Parkinson zu bekommen?

Laut der bisher vorliegenden Studien hat es den Anschein, dass das Koffein für diesen schützenden Effekt verantwortlich ist.

Es hat bisher auch kaum Untersuchungen gegeben, bei denen der Effekt von entkoffeiniertem Kaffee auf Erkrankungen des Gehirns untersucht wurde.

Antwort zu Frage Nr. 3:
Ich habe gehört, dass Kaffee auch vor Alzheimer schützt. Stimmt das?

Es besteht zunehmend auch wissenschaftliches Interesse, ob es einen schützenden Effekt von Kaffee in Bezug auf das Risiko an Alzheimer zu erkranken, gibt. Bisher gibt es aber nur wenige Studien zu diesm Thema.

Die Daten, die bisher vorliegen, deuten jedoch darauf hin, dass es tatsächlich einen solchen Effekt geben könnte. Hierzu müssen jedoch noch weitere Untersuchungen durchgeführt werden.

Antwort zu Frage Nr. 4:
Ist der schützende Effekt bei Männern und Frauen gleich hoch?

Nein. Bei Männern konnten mehrere Studien einen eindeutigen positiven Effekt von Kaffee auf das Risiko für eine Parkinsonerkrankung feststellen.

Bei Frauen sind die Ergebnisse weniger eindeutig. Bei vielen Frauen verringerte sich das Risiko für eine Parkinsonerkrankung durch moderaten Kaffeekonsum ebenfalls. Jeoch hat es den Anschein, dass bei Frauen, die sich während der Wechseljahre hormonell behandeln ließen und die mehr als sechs Tassen Kaffee täglich tranken, ein gegenteiliger Effekt auftrat.

Antwort zu Frage Nr. 5:
Wieviel Kaffee sollte ich trinken, um einen schützenden Effekt zu haben?

Wissenschaftler empfehlen einen moderaten Kaffeegenuß von etwa drei bis fünf Tassen Kaffee täglich, um einen schützenden Effekt zu haben.


Ihre Antwort ist nicht dabei? Fragen Sie unsere Expertin!


Coffee Science Information Centre: www.cosic.org

Positively Coffee - Health Informations of the International Coffee Organization www.positivelycoffee.org

 
Deutscher Kaffeeverband e.V. | Pickhuben 4 | 20457 Hamburg | Tel. 040 / 3742 361 - 0 | Fax 040 / 3742 361 - 11