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Recyclingfähigkeit von Kaffeekapseln

Das Institut cyclos-HTP hat die Recyclingfähigkeit von Kaffeekapseln von neun unterschiedlichen Herstellen mithilfe eines anerkannten Standards untersucht. Der Standard orientiert sich an den realen Begebenheiten und Anforderungen eines hochwertigen Recyclings. Das Ergebnis: Ein wesentlicher Faktor, ob sich Kapseln recyceln lassen, ist die Erkennung des Materials in der Sortierung.

Die Untersuchung zeigt, dass mehrere Kapselsysteme bereits eine gute Recyclingfähigkeit aufweisen. Ob keine oder eine gute Recyclingfähigkeit erreicht wird, hängt häufig von Details ab. Zu den untersuchten Materialien gehörten Aluminium und verschiedene Kunststoffarten (PP, PE, PET, PVC etc).

Metallische Kapseln aus Aluminium können mit der bestehenden Recycling-Anlagentechnik effektiv dem richtigen Wertstoffstrom zugeordnet werden und können somit dem Recycling zugeführt werden. Kunststoffkapseln können mit der bestehenden Recycling-Anlagentechnik dem richtigen Wertstoffstrom zugeordnet werden, wenn bei der Produktgestaltung der jeweiligen Kapsel einige Kriterien zur Sortier- und Verwertbarkeit berücksichtigt werden. Hierzu gehören zum Beispiel die Wahl der Kapselfarbe, die Substitution rußbasierter Farbstoffe oder die Qualität der Deckelfolie.

Recyclingfähigkeit eines Produktes im Sinne der Studie ist gegeben, wenn „die Verpackung oder das Erzeugnis die stoffliche und physikalische Voraussetzung erfüllt, nach der Gebrauchsphase vollständig zu einem mit Neuware vergleichbaren Sekundärprodukt zu werden“.

Der Deutsche Kaffeeverband fordert alle Kapsel herstellenden Unternehmen auf, die Recyclingfähigkeit der Produkte bei der Konzeption zu beachten und kontinuierlich zu verbessern.

Informationen zur Untersuchung finden Sie hier.

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